Hochschule

Uni oder FH? Eine kleine Entscheidungshilfe

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Bildquelle: © Sebastian Bernhard / pixelio.de

Nach dem Abitur stellen sich die Abiturienten nicht selten die Frage, ob sie an einer Universität oder einer Fachhochschule studieren sollen. Doch wo liegen die Unterschiede und gibt es überhaupt eine “bessere” Möglichkeit?

Studieren an der Uni oder FH?

Eine These besagt, dass an der FH vor allem Praktiker studieren, während sich Uni-Studenten vor allem mit Theorien beschäftigen und diese auswendig lernen. Diese Aufteilung gab es tatsächlich einmal. So wurden Fachhochschulen deshalb gegründet, um während des Studiums vor allem viel Praxis an die Studenten zu vermitteln. Doch durch die neuen Abschlüsse, dem Bachelor und dem Master, ist dies nun anders gestaltet. So bereiten die Studiengänge an Universitäten auch verstärkt auf das spätere Berufsleben vor. In den letzten Jahren wurde diese Veränderung nach und nach herbeigeführt. Immer mehr Praktika lassen sich in den Stundenpläne der Studenten an Universitäten finden. Mit den Praktika sind auch immer mehr Auslandssemester verbunden, in denen die Studenten andere Länder, deren Kulturen und Sprachen erlernen können. Dies wird vor allem in Studiengängen wie zum Beispiel Wirtschaft und Politik sehr deutlich. In Fächern wie beispielsweise Ingenieurwissenschaften wird von den Universitäten ebenfalls viel Wert auf die Praxiserfahrung gelegt. Dennoch sind die theoretischen Grundlagen an der Uni wichtiger als die auf einer FH.

Die Entscheidung

Angehende Studenten sollten insbesondere auf ihr eigenes Bauchgefühl hören. Vor allem aber sollte die Lernkultur beider Möglichkeiten für die letzte Entscheidung ausschlaggebend sein. Das Studium an der Universität wird sich mit mehreren hundert anderen Studenten in einem Hörsaal auszeichnen. Wer sich dieses Szenario überhaupt nicht vorstellen kann, sollte lieber an eine Fachhochschule gehen. Das Studium an der FH besteht in der Regel aus kleineren Lerngruppen. Auch das Umfeld gleicht eher einer Klasse, wie es die Abiturienten bereits aus ihrer Schulzeit kennen. Studenten an Universitäten sehen sich nicht selten durch den oftmals überfüllten Hörsaal gestört. So sagen durchschnittlich 50 Prozent aller Uni-Studenten aus, dass sie auch beim Lernen beeinträchtigt werden. Bei FH-Studenten sind es dagegen lediglich 20 Prozent. Dennoch müssen andere Faktoren immer berücksichtigt werden: Ist es überhaupt möglich, zu der FH oder zur Uni zu gelangen? Die Entscheidung sollte letzten Endes auf den eigenen Begebenheiten beruhen.