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Ausbildung nicht gleich Bildung

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“Ausbildung oder Studium?” Diese Frage dürfte vielen nicht fremd sein. Ob gleich nach Beendigung der Schule oder doch erst ein wenig später, irgendwann geht es immer darum, sich zu entscheiden, welchen Weg man gehen möchte. Die Ausbildung ist in der Regel dazu gedacht, den Auszubildenden oder die Auszubildende direkt auf eine bestimmte Tätigkeit vorzubereiten, die später für den Verdienst des Lebensunterhalts sorgen soll. Die Ausbildung ist also eine Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen an einen Menschen beliebigen Alters und erfolgt durch eine ausbildende Stelle, beziehungsweise ein privates Unternehmen. Eine Berufsausbildung ist immer sehr praxisnah, das heißt, dass grundsätzlich das Wissen vermittelt wird, dass zur Ausübung eines gewerblichen Berufs dient.

Die persönliche Entfaltung steht dabei eher im Hintergrund. In einer dualen Berufsausbildung hat der Auszubildende neben der Pflicht, in seinem Ausbildungsbetrieb zu arbeiten auch die Pflicht, die Berufsschule zu besuchen. Geregelte Vorgaben über die Beschaffenheit und den Ablauf einer Ausbildung macht das Berufsbildungsgesetz (BBiG). Um den anerkannten Ausbildungsberuf zu erlernen, darf nur nach diesen Ausbildungsverordnungen ausgebildet werden. Eine absolvierte Schulbildung oder sonstige Weiterbildungen sind kein Kriterium für den Beginn einer Ausbildung. Am Wichtigsten ist die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Neben dem Einreichen einer Mappe mit allen nötigen Bewerbungsunterlagen können auch Vorstellungsgespräche und Eignungstests folgen, wofür der Bewerber genügend vorbereitet sein sollte. Bei einer Bewerbung geht es immer darum, seine Stärken herauszuarbeiten, um sich von anderen Bewerbern abzugrenzen. Die Ausbildungsdauer hängt vom Ausbildungsberuf ab und schwankt meistens zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Es ist auch nicht unüblich, bei besonders guten Leistungen eine Verkürzung der Ausbildungsdauer zu beantragen und je nachdem zu gewähren. Eine weitere Möglichkeit zur Berufsausbildung erhält man zum Beispiel an staatlichen berufsbildenden Schulen, die vollzeitschulisch erfolgt.

Hier stehen angeleitete Praktika im Vordergrund, die in verschiedenen Betrieben absolviert werden. Dabei besteht auch die Möglichkeit, die Ausbildung mit einem Zeugnis der mittleren Reife oder er allgemeinen Hochschulreife zu verbinden. Vor allem in kaufmännischen oder medientechnischen Ausbildungsgängen kann dies genutzt werden. Das Arbeitsschutzgesetz fordert unter anderem, dass der Auszubildende ausreichend in seinem Aufgabenbereich unterwiesen wurde, sodass einer ungefährlichen Nutzung aller Arbeitsmaterialien und dem Befolgen von Arbeitsabläufen nichts mehr im Wege steht. Neben der Ausbildung in Vollzeit gibt es nun auch die Ausbildung in Teilzeit. Das bedeutet, dass der/die Auszubildende bei berechtigtem Interesse die Wochenstundenzahl seiner Ausbildung verkürzen kann. Von einem berechtigten Interesse spricht man dann, wenn zum Beispiel der/die Auszubildende die Ausbildung in Vollzeit wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht wahrnehmen kann, oder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Am Ende einer Ausbildung steht in der Regel immer eine Abschlussprüfung, sowohl im schriftlichen, als auch im mündlichen Bereich. Bei erfolgreicher Teilnahme erhält der Absolvent stets ein Dokument, dass ihm oder ihr einen positiven Abschluss bescheinigt und die erworbene Befähigung nachweist.